Umgang mit Nervosität (von Sabrina Neumann, SaNe Training)

Umgang mit Nervosität

von Sabrina Neumann, SaNe-Training

 

Nervosität ist ganz normal. Du bist in einer ungewohnten Situation und Dein Körper reagiert menschlich er will aus dieser Situation schnellstens raus. Ein überlebenswichtiges Verhalten, nur gänzlich ungeeignet, wenn Du etwas zu sagen hast.

Akzeptiere, dass Dein Körper eine gesunde Fluchtreaktion hat. Ist halt so, Dein genetisches Erbe grüßt Dich.

 

Welche Reaktionen zeigst Du mit Nervosität?

Was passiert in Deinem Inneren? Das weißt Du vermutlich.

Was sieht und hört man von außen?

Nimm Dir Zeit und beatworte diese beiden Fragen so genau wie möglich.

 

Hast Du einen Black Out? Hast Du alle Gedanken auf einmal? Fühlst Du Dich wie gelähmt? Kriegst Du Panik und glaubst nicht mehr atmen zu können?
Wird Dein Kopf gut durchblutet? Vermeidest Du jeden Blickkontakt und schaust auf den Boden? Wird Deine Stimmlage höher? Sprichst Du schneller? Läufst Du hin und her? Spielen Deine Hände mit allem, was Dir zwischen die Finger kommt?
Wenn Du nicht weißt, was von außen sichtbar ist, frage Freunde und schau Dir Videoaufzeichnungen von Dir an.


Gleiche Dein Außenbild und Deine innere Wahrnehmung ab.

Vielleicht entdeckst Du jetzt bereits die ersten Dinge, die Du eigenständig verändern kannst. Damit Deine gute Durchblutung nicht so sichtbar ist, achte auf die passende Kleidungsfarbe besonders am Hals. Es gibt Farben die kaschieren rot sehr gut. Vielleicht nutzt Du bei Deiner nächsten Rede auch ganz bewusst Dein Make Up.

 

Nutzen Deine Hände alles zum Spielen? Such Dir gezielt einen Stift aus, der keine Geräusche machen kann. Kein Druckstift und keinen Stift mit Hülle oder einen der den man anhängen kann.

Je mehr Sicherheit Du hast, desto geringer wird Deine Nervosität.
Übe bei jeder Gelegenheit laut und vor Menschen zu reden.

Übe Deine Rede im Stehen und vor einem Spiegel. Du wirst Deine Rede vermutlich auch im Stehen halten, also übe auch so, damit Deine Beine nicht flüchten wollen. Übe vor den Spiegel und schaue Dich dabei an, halte den Blickkontakt aus. Lächle Dir zu.
Hast Du bemerkt, dass sich Deine Stimme mit Nervosität verändert? Deine Stimme und Deine Atmung hängen zusammen. Achte auf Deine Atmung, bewegt sich Dein Bauch, wenn Du einatmest? Stell Dir vor Du riechst an einer Blume, ein betörender Geruch. Was macht Deine Bauchatmung? Übe das öfters. Du stehst gerade, Deine Schultern dürfen entspannt der Schwerkraft folgen.

Bereite Dich auf alles vor, was möglich ist. Es kommt sowieso anders.
Erinnere Dich daran, was Dich antreibt Deine Rede zu halten.
Das Thema, Deine Note, was auch immer es ist. Diese Motivation relativiert Deine Nervosität.
Merke Dir, Deine Zuhörer sind viel langsamer in ihrer Aufgabe als Du. Du hast Zeit, nutze Sie und gönne Dir Pausen, dabei normalisiert sich Deine Atmung.


Plane Deine Notizen.
Du merkst, Vorbereitung und regelmäßiges Üben ist notwendig. So verschwindet Deine Nervosität. Wenn Du Deine nächste Rede geschafft hast, genieße den Applaus, bleibe stehen
flüchten brauchst Du nicht mehr. Genieße, wieder eine Rede überlebt.
Hier noch ein Tipp um Deine Atmung zu normalisieren und Dich zur Ruhe kommen zu lassen.

 

7 x 7 im Quadrat 

Atme gleichmäßig ein während Du bis 7 zählst. Halte Deinen Atem während Du bis 7 zählst. Atme gleichmäßig aus, während Du bis 7 zählst. Halte den ausgeatmeten Zustand und zähle bis 7. Das wiederholst Du 7 Mal. Damit Du Dich nicht verzählst, nutze Deine Finger,
Wie die vier Seiten eines Quadrats: Einatmen, Halten, Ausatmen, Halten und das 7 Mal.

 

Sabrina Neumann SaNe Training 


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Kommentare: 1
  • #1

    Perter (Donnerstag, 20 Juli 2017 16:20)

    Hallo